Klaus Rohwer
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Wer Jazz spielen will, muss entweder ein Naturtalent sein -- oder er muss sich
mit Harmonielehre befassen. Ich habe das auch getan, und zwar anhand der
Lehrbücher von Frank Haunschild ("Die neue Harmonielehre", AMA-Verlag). Aber man soll sich nicht zu sehr an die Harmonielehre klammern. Wenn ich es
recht erinnere, soll es Charlie Parker (der Begründer des Modernen Jazz)
gewesen sein, der gesagt hat: "Lerne alles, was Du über Harmonielehre
lernen kannst! Dann vergiss alles wieder und spiele." In diesem Sinne sei das
Folgende auch nur als vorübergehendes Hilfsmittel anzusehen. QuintenzirkelEin wichtiges Hilfsmittel der Harmonielehre
ist der sogenannte Quintenzirkel. Am Quintenzirkel kann man ablesen, wieviele
Vorzeichen (b oder #) eine bestimmte Tonart hat, wie die Grundtöne der
Dominant- und Subdominant-Akkorde heißen, wenn man die Tonart eines Stückes und
damit den Grundton des Tonika-Akkordes kennt, und welches die Mollparallele zu
einer gegebenen Dur-Tonart ist (und umgekehrt). Solch einen Quintenzirkel zum
Selberbasteln habe ich hier anzubieten. 
Um zu einem eigenen Quintenzirkel zu kommen, sind folgende Schritte
nötig: - Die Datei (Bastelbogen) "quintenzirkel.pdf" herunterladen
(24 KB) ;
- Die Datei mit dem Acrobat Reader öffnen.
- Auf dickem Papier ausdrucken.
- Die beiden einzelnen Scheiben ausschneiden.
- Jeweils an der markierten Stelle in der Mitte ein Loch
stanzen, die Scheiben
übereinanderlegen und mit einer Niete (aus dem Handarbeitsgeschäft)
verbinden -- fertig!
- Eine e-mail an mich schicken, ob alles geklappt hat und was evtl. besser sein könnte!
Auf dem Rand des Quintenzirkels habe ich die zwei Merksprüche aufgeführt, die
ich schon im Musikunterricht in der Schule gelernt habe (ich weiß, dass es auch
noch andere gibt). Vom C ausgehend geht es ja nach links herum zu den
b-Tonarten, hier lautet der Spruch: "Fritz bringt Esther Astern des Gesandten"
für die Töne F, B (Bb), Eb, As, Des und Ges; nach rechts herum geht es zu den
#-Tonarten G, D, A, E, H (B), Fis mit dem Merksatz: "Geh' du alter Esel hol
Fisch". Mit jedem Wort nimmt die Zahl der Vorzeichen (b oder #) um eins zu. Die
Anfangsbuchstaben der Wörter des jeweiligen Merksatzes beziehen
sich auf die deutschen Tonbezeichnungen. Daneben habe ich in den Feldern mit
den Tonnamen immer auch die internationalen Tonbezeichnungen sowie die
englischen Namen ausgeschrieben angegeben, z. B. Fis (deutsch) = F# = F
sharp (englisch) = Ges (deutsch) = Gb = G flat (englisch). Die deutschen und internationalen Tonbezeichnungen unterscheiden
sich insbesondere beim H und beim B: das deutsche H heißt international B, das
deutsche B heißt international Bb (englisch B flat).Den Quintenzirkel sollte man unbedingt auswendig lernen! Es ist sehr nützlich,
ihn im Kopf parat zu haben. So kann man immer sofort die Dominante und die
Subdominante zu einer gegebenen Tonika benennen (im Quintenzirkel benachbart),
sowie die zu einer Dur-Tonart gehörige Moll-Parallele (kommt im Quintenzirkel
"eine Viertelstunde" später). Ich habe meine diatonischen Mundharmonikas im Koffer nach dem Quintenzirkel sortiert: da liegen alle b-Tonarten, die man im Jazz
häufiger braucht, nebeneinander. Von Bluesharps in #-Tonarten habe ich gar
nicht die volle Ausstattung, denn Tonarten mit mehreren Kreuzen braucht man in
Jazz und Blues so gut wie nie. Die KirchentonartenDarüber, warum die Kirchentonarten so heißen, möchte ich hier nichts schreiben,
das findet man an anderer Stelle im Internet erklärt. Aber ich möchte
versuchen, die Zusammenhänge zwischen den Kirchentonarten aufzuzeigen. Man
nehme zum Beispiel eine C-Dur-Tonleiter: C D E F G A B C, sie hat
Halbtonschritte zwischen dem 3. und dem 4. Ton (hier E und F) und zwischen dem
7. und dem 8. Ton (hier B und C). Im Unterschied zu den anderen Kirchentonarten
nennt man diese Tonleiter auch ionisch. Ich verwende hier konsequent den
international gebräuchlichen Notennamen B statt des deutschen Notennamens H. Beginnt man jetzt mit der Zählung nicht bei C, sondern bei D, so hat man die
Halbtonschritte zwischen dem 2. und dem 3. Ton (immer noch E und F), sowie
zwischen dem 6. und dem 7. Ton (immer noch B und C). Vielleicht sagst Du: das
macht doch keinen Unterschied, das ist doch immer noch die C-Dur-Tonleiter! Ist
es nicht egal, ob ich bei C oder bei D anfange? Das Anfangen vielleicht schon,
aber nicht das Aufhören! Ein Stück in C-Dur endet normalerweise auf C, ein
Stück in der gerade vorgestellten Tonleiter endet aber auf D. Spiele doch mal
irgendein Stück, das die selben Töne wie die C-Dur-Tonleiter benutzt, aber auf
D endet. Du wirst feststellen, dass es einen völlig anderen Charakter hat.
Deswegen gibt man dieser Tonleiter einen anderen Namen und nennt sie dorisch.
Weil zwischen dem ersten und dem dritten Ton ein Ganzton- und ein
Halbtonschritt liegt, also eine kleine Terz, hat sie eindeutig Moll-Charakter
und wird deswegen auch Dorisch-Moll genannt. Dorisch-Moll ist aber nicht das
Selbe wie das "gewöhnliche" Moll - dazu kommen wir noch. Genau wie beim zweiten Ton der C-Dur-Tonleiter kann man auch bei jedem anderen
Ton zu zählen anfangen, und kommt jedes Mal zu einer anderen Tonleiter. Beim
achten Ton -- wieder ein C -- kommt man wieder bei ionisch an. Das soll die
folgende Tabelle verdeutlichen. | I | II | III | IV | V | VI | VII | VIII | IX | X | XI | XII | XIII | XIV | XV | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | ionisch | | | | | | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | dorisch | | | | | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | phrygisch | | | | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | | lydisch | | | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | | | mixolydisch | | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | | | | aeolisch | | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | | | | | lokrisch | | | C | D | E | F | G | A | B | C | D | E | F | G | A | B | C | | | | | | | | | ionisch |
Es stellt sich heraus, dass die aeolische Tonleiter genau die "gewöhnliche"
Moll-Tonleiter ist, die man auch als Natürlich-Moll oder eben Aeolisch-Moll
bezeichnet. Sie hat die Halbtonschritte zwischen dem 2. und dem 3. Ton sowie
zwischen dem 5. und dem 6. Ton. Sie beginnt hier bei A, und weil wir mit C-Dur
angefangen haben, nennt man A-Moll auch die Mollparallele zu C-Dur.
Statt mit C-Dur anzufangen, kann man auch mit jeder anderen Dur-Tonleiter
beginnen und erhält die zugehörigen Kirchentonleitern. Wenn ich bisher von Dur-Tonleiter gesprochen habe, dann habe ich immer die
"gewöhnliche" Dur-Tonleiter gemeint, das ist in der Bezeichnungsweise der
Kirchentonarten die ionische Dur-Tonleiter. Daneben gibt es aber noch weitere
Dur-Tonleitern unter den Kirchentonarten, genau wie es weitere Moll-Tonarten
gibt: - Dur ionisch -- die gewöhnlich Dur-Tonleiter
- Dorisch Moll
- Phrygisch Moll
- Dur lydisch
- Dur mixolydisch
- äolisch (natürlich) Moll -- die gewöhnliche Moll-Tonleiter
- lokrisch (halbvermindert)
Es gibt übrigens einen schönen Merkspruch dazu, allerdings auf
Englisch: "I Don't Play Like Miles And Louis." Man beachte die Anfangsbuchstaben der Wörter - und die der Attribute der
Kirchentonarten! Diesen Hinweis verdanke ich Thomas Schönsgibl,
Österreich. Wer Miles und Louis sind, das wird jeder Jazzmusiker wissen... Aus unerfindlichen Gründen wird "Dur" meistens vorangestellt, während "Moll"
meistens nachgestellt wird. Die lokrische Tonleiter ist in verschiedener
Hinsicht eine Ausnahme: sie hat zwar eine Mollterz (kleine Terz), aber
zusätzlich eine verminderte Quinte. Ihre Septime ist ebenfalls klein, aber
nicht so klein, dass man die Tonleiter als vermindert bezeichnen würde. Dazu
wäre eine verminderte Septime nötig, die der gewöhnlichen (großen) Sexte
entspricht. Eine solche Skala gibt es tatsächlich, aber sie kann nicht im
Rahmen der Kirchentonarten dargestellt werden. Die lokrische Tonleiter wird
daher auch als "halbvermindert" bezeichnet. Streng genommen ist sie nicht
einmal eine Kirchentonart, denn die verminderte Quinte (Tritonus) galt lange
als das dissonanteste Intervall und als "der Teufel in der Musik". Wie man aber
oben leicht sehen kann, passt sie hervorragend in die Systematik der
Kirchentonarten. Als ich das mit den Kirchentonarten kapiert hatte, habe ich mir überlegt,
dass man das ja relativ einfach in einer Art Schablone darstellen könnte,
die einem mit wenigen Handgriffen anzeigt, welches bei gegebenem Grundton die
Töne einer bestimmten Kirchentonleiter sind. Daraus resultierte meine
"Kleine Skalenuhr", die ich hiermit allen Interessierten zur Verfügung
(d. h. zum download bereit-) stellen möchte, ebenso wie die "Große Skalenuhr" weiter
unten.
Die kleine Skalenuhr Der Name "Skalenuhr" kommt daher, dass man im Jazz statt von Tonleitern von
Skalen (scales) spricht. Die Kirchentonarten sind die fundamentalen Skalen in der gesamten
europäischen Musik und auch im Jazz -- nur dass es im Jazz noch viel mehr
Skalen gibt. Ich kann jedem Anfänger nur empfehlen, sich zunächst mit
den Kirchentonarten zu beschäftigen und ihre Zusammenhänge zu
ergründen. Bei der Skalenuhr sind Grundton und Skala unabhängig voneinander
wählbar.
Die Töne der (ionischen) C-Dur-Tonleiter sind weiß hinterlegt, die
übrigen Töne schwarz -- wie auf dem Klavier. Enharmonisch
verwechselbare Töne (z. B. F# und Gb) werden nicht unterschieden. Zu jeder
Skala wird auch das dazugehörige
"Skalensymbol" angezeigt. Achtung: Skalen sind etwas Anderes als Akkorde, und
Skalensymbole sind etwas Anderes als Akkordsymbole, auch wenn sie so ähnlich
aussehen! Mehr zu Akkord- und Skalensymbolen findest Du unten. Um zu einer eigenen "Kleinen Skalenuhr" zu kommen, sind folgende Schritte
nötig: 
- Die Datei (Bastelbogen) "kleine_skalenuhr.pdf" herunterladen (62 KB) ;
- Die Datei mit dem Acrobat Reader öffnen.
- Ausdrucken und die Anweisungen auf der Anleitung in der pdf-Datei befolgen:
- Die drei einzelnen Scheiben ausschneiden. Bei der oberen (blauen) und der
mittleren (gelben)
Scheibe müssen noch die schraffierten Flächen mit einem scharfen
Messer herausgeschnitten werden. Wer die Skalenuhr haltbarer haben möchte,
kann die Teile jetzt in einem copyshop
laminieren lassen und die laminierten Scheiben dann nochmals mit etwas
Randzugabe ausschneiden. Die zahlreichen Öffnungen müssen jetzt
natürlich nicht ausgeschnitten werden, denn die Folie ist ja durchsichtig.
- Jeweils an der markierten Stelle in der Mitte ein Loch
stanzen oder schneiden und die drei Scheiben (die Grundtonscheibe zuunterst,
die blaue
Deckscheibe zuoberst)
übereinanderlegen und mit einer Niete oder Öse (aus dem Handarbeitsgeschäft)
verbinden -- fertig!
- Eine e-mail an mich schicken, ob alles geklappt hat und was evtl. besser sein könnte!
AkkordsymboleHäufig findet man in Notenblättern über den Notenlinien Kürzel wie CMaj7, G7, Am7, Bm7b5 und ähnliche. Das sind sogenannte Akkordsymbole. Gitarristen wissen meist
etwas damit anzufangen, mitunter aber nicht, was sie tatsächlich bedeuten. Im
Jazz ist es aber sowohl für das Improvisieren wie für die Begleitinstrumente
(Bass, Gitarre, Klavier u. a.) unerlässlich, diese Akkordsymbole richtig
zu verstehen. Das lernt man normalerweise aus Harmonielehre-Büchern. Ich will
versuchen, hier eine kurze Erklärung dazu zu geben, damit man die Skalenuhren
richtig verstehen kann. Große Buchstaben bedeuten einfach einen Dur-Dreiklang, z. B. bedeutet C:
C - E - G (Grundton - große Terz - Quinte). In der
deutschen Notenliteratur findet man häufig auch Kleinbuchstaben, diese
bezeichnen einen Moll-Dreiklang, z. B. a: A - C - E (Grundton - kleine
Terz - Quinte). In der Literatur für Jazz wird aber eine andere Schreibweise
für Moll-Dreiklänge verwendet. Im Falle von A-Moll wäre dies Am, also mit einem
Großbuchstaben für den Grundton und einem angehängten kleinen m für "minor",
was auf Englisch "kleiner" oder eben "Moll" bedeutet. Im Jazz werden aber meistens nicht Dreikänge, sondern mindestens Vierklänge
verwendet. Bei den Vierklängen wird zusätzlich zu Grundton, Terz und Quinte
meist noch die Septime oder -- etwas seltener -- die Sexte verwendet. Solche
Akkorde werden dann -- am Beispiel des Grundtons C -- mit C7 bzw. C6 bezeichnet. Achtung: eine einfache 7 bezeichnet immer die kleine Septime (im
Falle des Grundtons C wäre das das Bb, der gesamte Akkord besteht also aus den
Tönen C - E - G - Bb), eine einfache 6 hingegen
bezeichnet immer die große Sexte (im Falle des Grundtons C also das A, der
gesamte Akkord besteht also aus den Tönen
C - E - G - A). Will man einen
Dur-Akkord mit großer Septime darstellen, so schreibt man CMaj7 (am Beispiel des Grundtons C, der gesamte Akkord lautet dann
C - E - G - B). Häufig findet man dafür auch die
Schreibweise CΔ. Diese ist eigentlich nicht ganz korrekt, denn das Dreieck Δ steht
eigentlich für den Dur-Dreiklang, CΔ würde also einfach C - E - G bedeuten. Die Erklärung
dafür, dass CΔ dennoch für den Vierklang verwendet wird ist wohl, dass es eine Abkürzung für CΔ7 ist, also für einen Dur-Dreiklang mit zusätzlicher Septime -- und das ist bei
(ionisch) Dur nun mal die große Septime. Die letztere Scheibweise ist auch
durchaus gebräuchlich, dennoch empfehle ich wegen der Eindeutigkeit die
Bezeichnung CMaj7.
Bei den Moll-Vierklängen gibt es das auch, am Beispiel von A-Moll sieht das
dann so aus: Am7 (A - C - E - G) bzw. Am6 (A - C - E - F#, große Sexte!). Es gibt auch
Moll-Akkorde mit großer Septime, z. B. AmMaj7 oder auch AmΔ7 (A - C - E - G#), diese sprengen aber den Rahmen
der Kirchentonarten; sie begründen vielmehr zwei eigene Akkord- und
Skalenfamilien (harmonisch und melodisch Moll).
Häufig geht man im Jazz noch über Vierklänge hinaus. Man nimmt zum Beispiel
noch die None und/oder die Undezime und/oder die Tredezime hinzu. Analog zu den
Akkorden mit Sexte oder Septime schreibt man dann z. B. C9. Diese Schreibweise schließt IMMER die (kleine) Septime ein, trotzdem wird NIE
C7,9 geschrieben. Will man nur die zusätzliche None ohne die Septime bezeichnen, so
schreibt man Cadd9, von englisch add = hinzufügen. Dies ergibt wieder nur einen Vierklang. Entsprechend bedeutet C11 immer C7,9,11, wird aber nie so geschrieben, und Cadd11 fügt nur die Undezime hinzu, aber weder die Septime noch die None. Sinngemäß
gilt das Gleiche für die Tredezime. Es ist auch möglich, beispielsweise nur die
Septime und die Undezime hinzuzufügen mittels der Schreibweise C7add11. Auch die Kombinationen wie C7add13 , C9add13 und sogar Cadd9add13 kommen gelegentlich vor.
Das Gleiche gilt im Prinzip auch für Akkorde mit großer Septime. Manche
Notenwerke schreiben hier explizit z.B. CMaj79, wenn zusätzlich zur großen Septime noch die (normale große) None gemeint ist,
andere schreiben kurz CMaj9. Da bei Akkorden mit großer Septime die Undezime (11) so gut wie nie vorkommt,
gibt es daneben nur noch CMaj713, der auch als CMaj13 geschrieben wird.
Es gibt auch Akkorde, in denen nicht die unveränderte None, Undezime oder
Tredezime angegeben ist, sondern kleine oder übermäßige Intervalle. Diese
werden dann durch ein vorangestelltes b (für das um einen Halbton verminderten
Intervall) oder durch ein # (für das um einen Halbton erhöhte Intervall)
gekennzeichnet. Beispiele: Em7b9, FMaj7#11. Dabei wird alles, was nach einer Septime kommt, als
"Akkordoptionen" bezeichnet.
Weitere Akkordoptionen beziehen sich auf die Quinte und ggf. auf die Quarte.
Gelegentlich kommt nämlich statt einer Terz auch eine Quarte im Akkord vor.
Dann kann man das Geschlecht des Akkords (Dur oder Moll) nicht erkennen, weil
die Quarte gewissermaßen davor gehalten wird. Deswegen nennt man diese Quarte
dann auch Vorhaltquarte und den Akkord Vorhaltakkord oder Akkord mit
Quartvorhalt. Geschrieben wird ein Vorhaltakkord als Csus4 oder häufiger als C7sus4, weil die Vorhaltquarte meist gemeinsam mit der kleinen Septime eingesetzt
wird (Quartseptakkord). Mitunter wird nur C7sus geschrieben und die 4 weggelassen --- eine Verwechslung ist ja nicht möglich.
Trotzdem empfehle ich das Weglassen nicht, etwas Redundanz erhöht die
Lesbarkeit.
Gelegentlich wird auch die Quinte verändert, häufiger nach unten als nach oben,
aber beides kommt vor. Eine (um einen Halbton) verminderte Quinte wird im
Akkordsymbol durch b5 gekennzeichnet, eine übermäßige (um einen Halbton
erhöhte) Quinte durch #5. Das sieht dann zum Beispiel so aus: Bm7b5 = B - D - F - A = halbverminderter Akkord. Wieso
halbvermindert und nicht ganz? Ein verminderter Akkord hat zunächst mal gar
keine Septime, man könnte ihn also als Bmb5 (= B - D - F) schreiben. Das tut man aber nicht, sondern
schreibt Bo oder Bdim von englisch diminished = vermindert. Wenn man einem verminderten Akkord eine Septime hinzufügen will,
so nimmt man die verminderte Septime, die ist noch einen Halbton kleiner als
die kleine Septime, also genau so groß wie eine (große) Sexte. Man könnte den
Akkord also auch folgendermaßen schreiben: Bm6b5, doch das tut man nicht, sondern man schreibt immer Bo7(= B - D - F - Ab. = lauter kleine Terzen). Wenn
die Quinte um einen Halbton erhöht wird (übermäßige Quinte), so kann das
entsprechende Akkordsymbol z. B. so aussehen: CMaj7#5, was auch als C+ abgekürzt wird. Der Vollständigkeit halber soll auch noch der alterierte
Akkord erwähnt werden, den man meist Calt abkürzt, dessen Akkordsymbol aber
ausgeschrieben C7#9b13 lautet. Damit haben wir den Bereich der Kirchentonarten schon weit verlassen,
zu denen wir sogleich zurückkehren wollen.
Apropos "vermindert" und "übermäßig": Wann spricht man eigentlich von "kleinen"
und wann von "verminderten", wann von "großen" und wann von "übermäßigen"
Intervallen?
Als kleine und große Intervalle werden diejenigen bezeichnet, die in den
(eigentlichen) Kirchentonarten vorkommen (ohne die lokrische Skala!), als
"verminderte" und "übermäßige" Intervalle gelten jene, die "normalerweise" (d.
h. in den Kirchentonarten im engeren Sinne) nicht vorkommen. Es gibt also - eine kleine und eine große Sekunde/None (b9, 9), aber auch zusätzlich eine
übermäßige Sekunde/None (#9),
- eine kleine und eine große Terz,
- eine verminderte, eine normale und eine übermäßige Quarte/Undezime (b11, 11,
#11),
- eine verminderte, eine normale und eine übermäßige Quinte (b5, 5, #5),
- eine kleine und eine große Sexte/Tredezime (b13, 13) und
- eine verminderte, eine kleine und eine große Septime (o7, 7, Maj7).
Gelegentlich werden Akkordoptionen durch Schrägstriche abgetrennt oder in
Klammern gesetzt, was ihre Gültigkeit in keiner Weise vermindert. Ich empfehle
diese Schreibweise aber nicht, weil sie zu Fehlinterpretationen und zu
Verwechslungen Anlass geben kann. Dagegen empfehle ich, Sexten, Septimen und
Akkordoptionen immer hoch zu stellen. Dies ist insbesondere bei sogenannten Slash Chords ("Schrägstrich-Akkorde") sinnvoll: Das sind Akkorde, die nach dem eigentlichen
Akkordsymbol noch einen Schrägstrich aufweisen, hinter dem eine weiterer
Notenname steht. Dieser bezeichnet dann einen zusätzlichen Basston (auch eine
Möglichkeit, aus einem Dreiklang einen Vierklang zu machen...). Der
Schrägstrich und der Basston werden auf die selbe Höhe und in der selben Größe
wie der Grundton gesetzt; Beispiel: Am7/G (A-Moll-Akkord mit der Septime G als Basston). Akkordsymbole weisen also gewissermaßen die Abweichungen eines Akkords von
einem gewöhnlichen Dur-Akkord aus. Jede Abweichung, jede zusätzliche Note wird
durch eine 6, eine 7 (ggf. mit "Maj" oder "o" davor), eine Option oder einen
zusätzlichen Notennamen mit Schrägstrich davor dargestellt. Akkordschieber Damit man eine einfache und schnelle Möglichkeit hat, sich (fast) alle
vorkommenden Akkorde mit beliebigen Grundtönen zu veranschaulichen, habe ich
einen "Akkordschieber" entworfen, den ich hier als Bastelbogen zur Verfügung
stelle. Am Akkordschieber kann man nicht nur den Grundton eines Akkordes,
sondern auch die Position der Terz bzw. Quarte (Dur, Moll, Quartvorhalt), der
Sexte bzw. Septime (Sext- und Septakkorde), der None, der Undezime, der
Tredezime und schließlich der Quinte (vermindert/normal/übermäßig) unabhängig
voneinander einstellen. Gleichzeitig werden die zugehörigen Töne auf einer Art
Klaviatur sowie das Akkordsymbol mit den zugehörigen Optionen angezeigt. Dass
nur Akkorde mit höchstens sieben Tönen dargestellt werden können ist keine
große Einschränkung, denn solche mit mehr Tönen kommen äußerst selten vor. Auf
die Darstellung von Basstönen (Schrägstrich-Akkorden) wurde bewusst verzichtet,
denn das hätte den Akkordschieber wesentlich komplizierter (und größer!)
gemacht. Einen Basston kann man sich ja auch leicht selbst dazu denken.
Um zu einem eigenen Akkordschieber zu kommen, sind folgende Schritte nötig:
- Die Datei (Bastelbogen) "akkordschieber.pdf" herunterladen (121 KB). Sie
enthält fünf DIN-A4-Blätter.
- Die Datei mit dem Acrobat Reader öffnen.
- Auf dickem Papier ausdrucken. Die Abmessungen des Umschlags auf Blatt 5 wurden
für Papier mit 160g/m2 optimiert.
- Die einzelnen Teile -- wie in der Anleitung auf dem ersten Blatt beschrieben --
ausschneiden und zusammenbauen. Dabei müssen jeweils die schraffierten Flächen
herausgeschnitten werden, was am Besten mit einem scharfen Messer (Cutter)
geht. Bevor man zu kleben anfängt, sollte man sich klar machen, welche der
Klebelaschen wo angeklebt wird. Am Schluss den Grundtonschieber, der aus den
zwei Rücken an Rücken aufeinandergeklebten Teilen aus Blatt 1 besteht,
einschieben. Durch Umdrehen des Grundtonschiebers kann man zwischen #-Tonarten
und b-Tonarten wählen.
- Eine e-mail an mich schicken, ob alles geklappt hat und was evtl. besser sein könnte!
Auf der Rückseite des Akkordschiebers gibt es noch ein paar Erläuterungen zur
Bezeichnungsweise von Akkorden. Selbstverständlich sind -- wie im Jazz üblich
-- die Tonnamen in der internationalen Schreibweise angegeben, also B statt H
(deutsch) und Bb statt B (deutsch).
SkalensymboleSkalensymbole sehen (in der von mir verwendeten Schreibweise) oft genau so aus
wie Akkordsymbole, nur dass sie ALLE Töne
der Tonleiter so behandeln, als wenn sie zu EINEM Akkord gehören würden. Sie
bezeichnen also sozusagen den "Maximalakkord", der mit dieser Skala möglich
ist (weswegen ich diese Skalensymbol-Schreibweise "Maximalakkord-Schreibweise"
nenne -- es gibt durchaus auch andere Bezeichnungsweisen). Im Umkehrschluss
heißt das, dass man die Töne dieser Skala immer dann
zum Improvisieren verwenden kann, wenn man ein Akkordsymbol vorliegen hat, das
einen Teil der für diese Skala angegebenen Optionen umfasst. Entsprechend wie
bei den Akkordsymbolen kann man auch sagen, dass Skalensymbole die Abweichung
von der gewöhnlichen (ionischen) Dur-Tonleiter ausweisen. Das ist zunächst sehr abstrakt, konkreter wird es hoffentlich durch ein paar
Beispiele, die wir der kleinen Skalenuhr entnehmen. Da ist zunächst einmal die
ionische Tonleiter, die mit dem Skalensymbol C6,Maj7,13 beschriftet ist. Die Töne dieser Skala (= C-Dur-Tonleiter) kann man immer dann
zum Improvisieren verwenden, wenn man das Akkordsymbol C oder CMaj7 sieht. Auch die gelegentlich vorkommenden Akkorde CMaj9 oder CMaj13 passen zu dieser Skala.
Dabei sollte man die Quarte (F) vermeiden bzw. nur als Übergangston verwenden.
Auch die Sexte (A) sollte man meiden, außer wenn eine 6 oder eine 13 im
Akkordsymbol vorkommen. Bei einer 6 sollte man die Septime (B) meiden, während
sie bei einer 13 durchaus gespielt werden kann.
Die nächste der Kirchentonarten, Dorisch-Moll, ist mit Cm6, m13 bezeichnet, wobei ich voraussetze, dass wir die Grundton-Scheibe und die
Deckscheibe der kleinen Skalenuhr festgehalten und nur die Skala-Scheibe
verdreht haben, so dass der Grundton C bleibt. Die Töne dieser Skala kann man
verwenden, wenn man die
Akkordsymbole Cm, Cm6 oder Cm7 geschrieben sieht. Sie gilt aber auch für Cm9, Cm11, Cm13, Cmadd9, Cmadd11, Cm7add11, Cmadd13, Cm7add13, Cm9add13 und Cmadd9add13- anders ausgedrückt: mit der dorischen Tonleiter kann man bei Moll-Akkorden
kaum etwas falsch machen! Deswegen wird sie im Jazz auch sehr häufig
eingesetzt.
Die nächste der Kirchentonarten, Phrygisch-Moll, ist mit dem Skalensymbol Cm7b9,11b13 beschriftet. Diese Skala kann man nur dann verwenden, wenn im Akkordsymbol
entweder keine None und keine Tredezime angegeben sind (z. B. bei Cm oder
Cm7 oder auch Cm7add11) oder eine kleine None, eine kleine Tredezime oder beides, z. B. Cm7b9, Cm7b13 oder Cm7b9b13. Hieran kann man schon ganz gut sehen, was die Schreibweise der Skalensymbole
bedeutet: das m für Moll bedeutet, dass die Terz -- anders als in der
Dur-Tonleiter -- eine kleine ist. Die 7 bedeutet, dass die Septime -- anders
als in der Dur-Tonleiter -- eine kleine ist. Ebenso sind die None (b9) und die
Tredezime (b13) jeweils -- abweichend von der Dur-Tonleiter -- kleine
Intervalle. Da bei einer Skala -- anders als bei einem Akkord -- die None und
die Sekunde das Selbe sind, ebenso die Sexte und die Tredezime, könnte man im
Skalensymbol auch schreiben (am vorliegenden Beispiel): Cm7b2b6. Manche Autoren tun das auch, ich verwende hier die von den Akkordsymbolen her
gewohnte Schreibweise, damit man leichter ableiten kann, zu welchen Akkorden
man die jeweilige Skala spielen kann.
Betrachten wir die nächste der Kirchentonleitern, Dur lydisch, abermals mit dem
Grundton C. Ihr Skalensymbol lautet CMaj7,9#11,13. Hier wird also die große Septime (wie in der ionischen Tonleiter) verwendet,
zusätzlich wird die übermäßige Undezime verwendet (#11, was hier das Gleiche
ist wie die
übermäßige Quarte #4). Man kann die lydische Skala also
verwenden, wenn man die Akkorde C, C6, CMaj7, CMaj9, CMaj7#11 oder CMaj9#11 vorliegen hat.
Die nächste der Kirchentonleitern ist die mixolydische, und diese wird auch
außerhalb des Jazz sehr häufig verwendet, nämlich immer dann wenn ein
Dominantseptakkord vorliegt, der auch außerhalb des Jazz sehr häufig vorkommt.
Ihr Skalensymbol lautet C13(sus4), wobei die 13 sowohl die Undezime (11) und die None (9) als auch die kleine
Septime (7) mit einschließt. Sie bezeichnet also eine C-Dur-Tonleiter mit
kleiner Septime (Bb statt B). Man
kann also die mixolydische Tonleiter immer dann verwenden, wenn man einen
C-Dur-Akkord mit kleiner Septime vorliegen hat, also bei C7, C9, C11 und C13, aber auch bei C7add11, C7add11, C7add13, C7add11add13 sowie bei C7sus4, C9sus4 und C13sus4 -- sofern man die Terz meidet; deswegen steht die "sus4" hier in Klammern. Es
gibt nämlich auch Skalen, die gar nicht erst die Terz enthalten, aber die
Quarte. Bei diesen steht die "sus4" nicht in Klammern, aber unter den
Kirchentonarten kommt soetwas nicht vor (siehe dazu meine Große Skalenuhr).
Die äolische Moll-Tonleiter hat das Skalensymbol Cm7b13. Sie ist die "gewöhnliche" Moll-Tonleiter und unterscheidet sich von der
Dur-Tonleiter durch die kleine Terz, die kleine Septime und die kleine
Tredezime bzw. Sexte; man könnte also auch Cm7b6 schreiben. Sie kann immer bei den Akkorden Cm, Cm7, Cm9, Cm11, Cm7b13, Cm9b13 und Cm11b13 eingesetzt werden, nicht aber bei Cm6oder Cm13!
Die lokrische oder halbverminderte Skala hat das Skalensymbol Cm7b5b9,11b13. Wie man an der Option b5 sieht, weist sie eine verminderte Quinte auf, wegen
der 7 aber "nur" eine kleine Septime. Auch die None/Sekunde und die
Tredezime/Sexte sind vermindert, nicht jedoch die Undezime/Quarte. Man kann die
lokrische Skala nur zu Akkorden
spielen, die mindestens eine verminderte Quinte aufweisen, also neben dem
halbverminderten Akkord Cm7b5 (CØ) auch zum verminderten Akkord Co (Cdim), nicht aber zum verminderten Akkord mit verminderter Septime Co7. Hierfür benötigt man die Ganzton-Halbton- oder die Halbton-Ganzton-Skala, die
deswegen auch verminderte Skalen heißen und nicht unter den Kirchentonarten
vorkommen. Dies ist einer der Gründe, warum man mit den Kirchentonarten und
somit auch mit der "Kleinen Skalenuhr" im Jazz nicht ganz auskommt.
Nach Skalen zu improvisieren ist nur eine mögliche Herangehensweise. Sie
empfiehlt sich besonders für den sogenannten Modalen Jazz, bei dem längere
Passagen in jeweils einer Skala (einem Modus) begleitet werden. Eine andere
Herangehensweise ist, möglichst die Töne der jeweils gegenwärtigen Tonart zu
verwenden und nur diejenigen Töne auszutauschen, die durch die Akkordsymbole
als verändert vorgegeben werden. Bei einfachen Stücken kann das auf das Selbe
hinauslaufen, wie das Improvisieren nach Skalen. Im Allgemeinen wird man keine
Zeit haben, über diese Zusammenhänge während der freien Improvisation
nachzudenken. Aber es lohnt sich, mal das eine oder andere Musikstück her zu
nehmen und anhand der Akkordsymbole zu überlegen, welche Töne man dazu spielen
könnte. Wie bereits oben gesagt: "Lerne alles, was Du über Harmonielehre lernen
kannst! Dann vergiss alles wieder und spiele."
Die große SkalenuhrSpäter reichte mir dann die "Kleine Skalenuhr" nicht mehr aus, denn im
Jazz kommen häufig auch Skalen vor, die sich nicht aus den Kirchentonarten
ableiten lassen. Da habe ich dann probiert, ob es mir nicht gelingt, auch diese
Skalen in eine derartige Ordnung zu bringen, dass sie sich mit Hilfe einer
Skalenuhr anzeigen lassen. Das Ergebnis ist die vorliegende "Große
Skalenuhr". Sie ist doppelseitig, wobei sich auf der einen Seite die 7- und
8-Ton-Skalen, auf der anderen Seite die 5- und 6-Ton-Skalen wie Pentatoniken
und die Blues-Skala befinden. Die große Skalenuhr zeigt die Töne der folgenden Tonleitern: Vorderseite (7- und 8-Ton-Skalen):- Dur ionisch
- dorisch Moll
- phrygisch Moll
- Dur lydisch
- Dur mixolydisch
- äolisch (natürlich) Moll
- lokrisch (halbvermindert)
- melodisch Moll
- superlokrisch/alteriert
- lokrisch #2
- Hindu/mixolydisch b6
- dominant-lydisch/mixolydisch #4
- lydisch übermäßig
- phrygisch #6/dorisch b2
- harmonisch Moll
- harmonisch vermindert
- lydisch #2
- harmonisch dominant
- dorisch #4
- ionisch-übermäßig
- lokrisch 6
- Harmonisch Dur/ionisch b13
- lokrisch vermindert
- lydisch #5#9
- mixolydisch b9
- melodisch #11
- Harmonisch alteriert
- Dorisch b5
- Halbton-Ganzton-Skala
- vermindert (Ganzton-Halbton-Skala)
- Flamenco-Skala
| Rückseite (5- und 6-Ton-Skalen):- Dur-Pentatonik
- Moll- /Nepalesische Pentatonik
- Neutral-Pentatonik
- 3. pentatonischer Modus
- 4. pentatonischer Modus
- Indische Pentatonik
- Japanische Pentatonik
- Blues-Skala
- Ganztonskala
- Übermäßige Skala
Warum sind auf der Rückseite viel weniger Skalen als auf der Vorderseite?
Ganz einfach: 5- und 6-Ton-Skalen sind viel "sperriger" als 7- und
8-Ton-Skalen, weil sie mehr Ganzton-, Anderthalbton- und sogar Zweitonschritte
enthalten. | Dabei sind Grundton und Skala unabhängig voneinander wählbar. Die
Töne der (ionischen) C-Dur-Tonleiter sind weiß hinterlegt, die
übrigen Töne schwarz -- wie auf dem Klavier. Enharmonisch
verwechselbare Töne (z. B. F# und Gb) werden nicht unterschieden. Skalen,
die zur selben "Familie" gehören, die also die selben Intervalle
aufweisen und nur auf jeweils einer anderen Stufe beginnen, sind mit der
gleichen Farbe hinterlegt. Zu jeder Skala wird auch das dazugehörige
"Skalensymbol" angezeigt. Achtung: Skalen sind etwas Anderes als Akkorde, und
Skalensymbole sind etwas Anderes als Akkordsymbole! Um zu einer eigenen "Großen Skalenuhr" zu kommen, sind folgende Schritte
nötig: 
- Die Datei (Bastelbogen) "grosse_skalenuhr.pdf" herunterladen (137 KB) ;
- Die Datei mit dem Acrobat Reader öffnen.
- Alle 7 Blätter einmal ausdrucken. Darauf achten,
dass beim Drucken keine Seitenanpassung vorgenommen wird (Zoom 100%)!
Dafür ist ein Farbdrucker
nötig, zumindest bei den farbigen Scheiben - für die
schwarzweißen reicht natürlich ein Schwarzweißdrucker. Die
Seiten mit dem Farbverläufen müssen evtl. mit der
Option "Als Bild drucken" ausgedruckt werden, sonst kann es sein, dass der
Verlauf zu einem Streifenmuster wird.
- Den Anweisungen auf der Anleitung folgen, die Teil des Bastelbogens ist.
- Eine e-mail an mich schicken, ob alles geklappt hat und was evtl. besser sein könnte!
Ein Hinweis noch zum Schluss: Beim Improvisieren sollte man sich nicht zu sehr
nach den Skalen richten! Es besteht die Gefahr, dass man --- besonders, wenn
man sein Instrument technisch sehr gut beherrscht -- in "leere Virtuosität"
abgleitet, dass die Soli zwar technisch perfekt, aber inhaltlich aussagelos
geraten. Ich verwende die Skalenuhren nur noch sehr selten, nicht etwa, weil
ich sie auswendig gelernt hätte, sondern weil ich sie für gar nicht so nützlich
halte, wie ich zunächst gedacht hatte. Am ehesten benutze ich sie in Workshops
oder wenn wir in der Probe mal wieder über Theorie sprechen. Denn dann kann man
eben mal schnell nachgucken, wie denn nun noch mal ein "alterierte" oder eine
"HM5"-Skala geht... Wem meine Skalenuhren zu billig sind: ScaleTwister Wer Mundharmonika (Bluesharp) spielt, wird sich vielleicht für meine Harp-Uhr interessieren, wie die Skalenuhren eine Scheibe, an der man ablesen kann,
welche Töne man auf welcher Mundharmonika spielen kann. Meine Jazz-Links |