 | 1956 | geboren in Uetersen in Holstein | | 1975 - 1987 | Studium der Physik und Physikalischen Chemie in Hamburg; Zivildienst; Promotion | | seit 1987 | Interesse an Fraktalen | | 1988 - 1993 | Forschungstätigkeiten in Hannover und München | | seit 1992 | Interesse an Jazz, sowohl passiv als auch aktiv | | seit 1993 | an einem Forschungszentrum eines Unternehmens in Ulm tätig | | 1997 | 1. Preis im Südwest-Presse-Fotowettbewerb | | 1998 - 2004 | Verbindung von Jazz und Fotografie |
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Fotografie Mit dem Fotografieren habe ich bereits als kleiner Junge angefangen: mit einer
BOX (wer kennt die noch?). Später hatte ich einen
Optik-Experimentierkasten (von KOSMOS), mit dem ich mir einen Fotoapparat selbst bauen konnte. Aber bis ich die
Schärfe eingestellt hatte, waren meine Objekte meistens schon davon
gelaufen...
Da habe ich das Fotografieren zunächst mal auf Eis gelegt. Erst
als Student fing ich wieder an, mit Urlaubsbildern, jetzt aber mit einer Kleinbild-Sucherkamera mit Belichtungsautomatik, aber ohne Autofokus. 1997 habe ich mich am Fotowettbewerb der Südwest-Presse mit dem Thema "Jahreszeiten" beteiligt und im Themenbereich "Sommer" den 1. Preis gewonnen. Mit
dem selben Bild gewann ich im zugehörigen
Bundeswettbewerb eine APS-Sucherkamera mit Zoom. Von 1998 bis 2004 habe ich die Fotografie mit einem anderen meiner Hobbies, dem Jazz verbunden: ich fotografierte Jazzmusiker während ihrer Auftritte. Seit
ich Haus und Garten habe, habe ich den Besuch von Jazzkonzerten und das
Fotografieren allgemein aus zeitlichen und finanziellen Gründen stark
eingeschränkt. FraktaleBereits als Schüler habe ich gerne gemalt, gezeichnet und fotografiert und kurz
vor dem Abitur sogar erwogen, Kunst zu studieren, dann aber doch die Physik und
Chemie gewählt. Während der letzten Zeit meines Studiums wurde ich von meinem
Doktorvater auf die Bücher The Beauty of Fractals: images of complex dynamical
systems von Heinz-Otto Peitgen und Peter H. Richter sowie The Science of
Fractal Images von Heinz-Otto Peitgen und Dietmar Saupe aufmerksam gemacht und
war begeistert. Sofort versuchte ich mit Hilfe der damals gerade aufkommenden
"persönlichen" Computer an der Uni selbst Fraktale zu berechnen -- ein
hoffnungsloses Unterfangen angesichts der damals regulär verfügbaren
Rechenleistungen. Diese Versuche gerieten dann lange Jahre in Vergessenheit, aber meine Liebe zur
Malerei, Grafik und Fotografie blieben. Erst als ich mir 1997 den ersten
eigenen PC anschaffte und eine leistungsfähige Entwicklungsumgebung
zur Verfügung bekam, machte ich mich wieder an die Programmierung von
Algorithmen zur Berechnung von Fraktalen -- diesmal mit Erfolg. Da ich meine Programme zur Berechnung von Fraktal-Bildern selbst schreibe, kann
ich beliebige Veränderungen daran vornehmen und insbesondere beliebige
Algorithmen zugrunde legen, z. B. Mandelbrot- und Julia-Mengen von frei
wählbaren (hinreichend nichtlinearen) Funktionen berechnen. So habe ich im
Laufe der Zeit ein Gefühl dafür entwickelt, welche Veränderungen ich an der
Berechnungsvorschrift vornehmen muss, um bestimmte Effekte zu erzielen, und
setze diese gezielt ein. Dennoch ist es immer wieder spannend zu sehen, welche
fraktalen Formen eine neue Formel hervorbringen wird. Dies ist -- was die
Fraktale betrifft -- auch schon meine ganze Motivation: zu zeigen, was aufgrund
jeweils einer einzigen Rechenvorschrift allein mit den Mitteln der Mathematik
für komplexe, bizarre, chaotische -- sowohl im landläufigen wie auch im
mathematischen Sinne -- und ästhetische Figuren entstehen können. Eine besondere Herausforderung war die Beteiligung am
Musik-Tanz-Multimedia-Projekt All In One In All -- Das faszinierende Universum der Fraktale in Zwickau (2005), zu dem ich neben Fraktal-Bildern auch Videos
von animierten Fraktalen sowie mit Fraktalen verfremdete Fotografien beisteuern
konnte. Der künstlerische Prozess...... ist bei der Fotografie (wie ich sie betreibe) und bei den Fraktalen
eigentlich sehr ähnlich: Dem Aufsuchen eines neuen Ortes mit der Kamera
entspricht bei den Fraktalen das Ausprobieren einer neuen Formel. Das Auffinden
des richtigen Bildausschnittes ist bei beiden Künsten ein entscheidender
Vorgang. Bei den Fraktalen hat man die freie Wahl in der Farbgestaltung. Dies
kann man bei der Fotografie mit der Wahl der Beleuchtung, der Tages- oder
Jahreszeit vergleichen. In beiden Fällen liefert die Natur das Motiv - wenn man
mal akzeptiert, dass die Mathematik auch ein Teil der Natur ist. |